Wie gesund ist es, Essen in der Mikrowelle zu erwärmen?

von Redaktion

Sie ist in sehr vielen Haushalten zu finden, aber auch aus den meisten Büros und Kaffeeküchen ist sie kaum mehr wegzudenken: die Mikrowelle. Schon seit sehr vielen Jahren werden diese Geräte genutzt, um schnell einmal das Essen zu erwärmen oder auch Wasser zu erhitzen. Selbstverständlich werden die Geräte auch zum Auftauen genutzt. Ebenso lange, wie die Geräte bereits genutzt werden, gibt es auch viele Mythen, die sich um Mikrowellen ranken. Die einen sagen, die Strahlung ist ungesund oder auch gefährlich. Andere behaupten, dass sämtliche Vitamine und Nährstoffe beim Erwärmen in der Mikrowelle vernichtet werden und im Essen also gar keine guten Nährstoffe mehr enthalten sind. Es wird Zeit, mit diesen Mythen aufzuräumen.

Aufwärmen in der Mikrowelle – nicht schlechter als das Kochen im Topf

Generell ist es so, dass beim Erwärmen in der Mikrowelle auch nicht mehr Vitamine und Nährstoffe vernichtet werden, als es beim Kochen der Fall ist. Bei dieser Behauptung handelt es sich also um eine Falschinformation. Essen, das in der Mikrowelle erwärmt oder gekocht wurde, ist grundsätzlich nicht ungesund. Ein gewisser Teil an Vitaminen und Nährstoffen kann immer zerstört werden, wenn Lebensmittel gekocht oder in der Mikrowelle erhitzt werden.

Der Anteil der zerstörten Vitamine und Nährstoffe ist bei der Zubereitung in der Mikrowelle aber nicht höher als beim Kochen im Topf. Besonders Vitamine reagieren empfindlich, wenn Lebensmittel zubereitet werden. Das gilt für fettlösliche Vitamine wie die Vitamine A und E und wasserlösliche Vitamine wie B-Vitamine und Vitamin C gleichermaßen. Zudem ist es so, dass diese Vitamine auch recht unterschiedlich reagieren. Ein gutes Beispiel ist das Vitamin C. Es ist wasserlöslich und gleichzeitig sehr hitzeempfindlich. Um möglichst viel Vitamin C zu erhalten, wäre das Erwärmen in der Mikrowelle eher empfehlenswert als das Erhitzen im Topf. Grund dafür ist, dass die Lebensmittel in der Mikrowelle nur sehr kurzzeitig erhitzt werden. Zudem entsteht kein Verlust durch das Wasser.

Die Funktionsweise einer Mikrowelle

Die Mikrowelle nutzt Strahlen, um die Wassermoleküle im Lebensmittel zum Schwingen zu bringen. Sie hat den Vorteil, dass die Wassermoleküle nicht nur außen zum Schwingen gebracht werden, sondern auch im Inneren. Das Lebensmittel wird also gleichmäßig erhitzt. Verglichen mit der Zubereitung im Kochtopf können so die Garzeit und auch die Auftauzeit verkürzt werden. Wie lange ein Lebensmittel erhitzt werden muss, hängt vor allen Dingen vom Wassergehalt ab. Je mehr Wasser enthalten ist, desto schneller kann es erwärmt werden.

Mikrowellenstrahlung – ungefährlich für Lebensmittel

Wenn das Wort Strahlung fällt, horchen die meisten Menschen auf. Bei der Mikrowellenstrahlung handelt es sich um eine sehr starke, hochfrequente Strahlung. Diese wird genutzt, um das Essen zu erwärmen. Allerdings regt sie lediglich die Wassermoleküle zur Bewegung an. Die Reibungsenergie sorgt schließlich dafür, dass das Essen erwärmt wird. Die Lebensmittel selbst enthalten aber keinerlei Strahlung. Das bedeutet, die Strahlung überträgt sich nicht auf das Lebensmittel, folglich wird sie auch nicht vom Menschen konsumiert. Wer sich also eine Mikrowelle günstig kaufen kann, sollte diese Möglichkeit nutzen, um sich die Arbeit in der Küche zu erleichtern.

Kochen und erwärmen in der Mikrowelle – besser oder schlechter als im Topf?

Jede Garmethode sorgt dafür, dass einige Nährstoffe in den Lebensmitteln verändert oder zerstört werden können. Das ist sowohl beim Topf als auch bei der Mikrowelle der Fall. Der Grad der Veränderung hängt ab von der Temperatur, der Kochdauer und auch der zugefügten Wassermenge. Ob dafür eine günstige Mikrowelle oder ein teures Gerät genutzt wird, spielt dabei keine Rolle.

Es gibt mittlerweile viele Studien, die sich mit der potenziellen Gefährlichkeit der Mikrowelle auseinandergesetzt haben. Dennoch bezieht die Wissenschaft dazu bislang noch nicht klar Stellung. Allerdings konnte festgestellt werden, dass der Gehalt an wertvollen Nährstoffen bei der Zubereitung in der Mikrowelle nicht geringer ist als bei der Zubereitung im Topf.

Beispielsweise gehen wasserlösliche Vitamine beim Kochen von Gemüse in das Kochwasser über und werden entsorgt. Diese wasserlöslichen Vitamine werden durch die Mikrowelle nicht so stark beeinträchtigt. Je nach Art des Gemüses scheint eine andere Methode empfehlenswert zu sein. Es gibt Gemüsesorten, die nach der Zubereitung in der Mikrowelle eine bessere Nährstoffbilanz aufweisen als nach dem Kochen im Topf.

Es gibt aber auch Ergebnisse, die zeigen, dass die Mikrowelle schädlicher sein kann als der Kochtopf. Das ist beispielsweise bei Antioxidantien und Sulfiden der Fall. Diese Inhaltsstoffe sind beispielsweise in Brokkoli (Antioxidantien) und Knoblauch (Sulfide) zu finden und werden in der Mikrowelle relativ schnell abgebaut. Dafür soll Brokkoli aber auch mehr Vitamine enthalten, wenn er in der Mikrowelle zubereitet wird.

Fazit

Fakt ist: Das Erwärmen von Essen in der Mikrowelle ist genauso gesund wie das Erwärmen im Topf. Unterschiede gibt es meistens nur dann, wenn in der Mikrowelle gekocht wird. Hier kann es bei längerer Zubereitungszeit durchaus dazu kommen, dass einige Nährstoffe oder Vitamine stärker abgebaut werden. Schädlich ist das Erwärmen in der Mikrowelle aber nicht. Die eingesetzten Mikrowellenstrahlen gelangen nicht in das Lebensmittel und können so dem Menschen nicht gefährlich werden. Die Mikrowelle ist und bleibt eine gute Möglichkeit, Essen schnell zu erwärmen. In der heutigen Zeit mit steigenden Energiekosten bietet die Mikrowelle einen weiteren Vorteil. Gegenüber dem Erwärmen im Topf spart die Mikrowelle einiges an Strom, da sie sehr schnell arbeitet. Auch ein Aspekt, der berücksichtigt werden sollte.

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